Medien und Relevanz

Stromausfall in Tonga. Streik der Tankwarte in Venezuela. Medien liefern updates zu Ereignissen weltweit. In unserer gelebten Welt, die wir täglich mit gestalten, hat nur ein Bruchteil dieser Informationen tatsächlich Auswirkungen.

Medien sind wie kleine Kinder: Sie kämpfen mit allen Mitteln um unsere Aufmerksamkeit. Für Medien, gleich welcher Art, ist unsere Beachtung lebensnotwendig, weil Reichweite bringt Werbegelder. Der einfachste Weg führt über den Stimulus des limbischen Systems. Das ist quasi der Panik Button unseres Selbstschutzes aus dem Dschungelcamp unserer Vorfahren. Daher tendieren Medien so stark zu Drama und Übertreibung. Dazu hat sich der Wirtschaftszweig „Multi Level Empörung“ entwickelt:   Je furchteinflößender das Bedrohungsszenario desto höher die Spenden. In der Politik heißt es „Populismus“. Julius Cäsar nannte es „divide et impera„, teile und herrsche.

Wer mal mediales Detox probiert, wird möglicherweise feststellen: Wer anfängt, seine täglichen Fokus auf sein direktes Umfeld zu fokussieren, verschiebt damit seine Wahrnehmung in einen wirksamen Bereich, ins hier und jetzt. Und siehe da: Es gibt überall freundliche und nette Menschen, die hilfsbereit sind, antworten und freundlich zurück lächeln.